Die sommerliche Hitze der letzten Tage war in der Nacht abgezogen. Bei perfekten Wanderwetter mit 20 Grad und gelegentlichen Sonnenschein startete unsere heutige Wanderung auf den Höhen von Krekel. Zunächst führte unser Weg auf Wiesenwegen durch die karge Landschaft der Krekeler Heide. Die ersten Blüten des Heidekrauts, auch bekannt als Besenheide, waren bereits zu erkennen. Nachdem wir durch die Heide-Landschaft gewandert sind, ging es sachte hinunter ins Tal. Schon bald hatten wir einen traumhaften Blick auf die Burg Reifferscheidt. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg war im Jahre 1106 und berichtet nicht etwa von der Gründung, sondern von der Zerstörung: Herzog Heinrich von Limburg ließ die Burg nämlich selbst anzünden, damit sie nicht in feindliche Hände fiel. Mindestens viermal wurde die Burg zerstört und wieder neu aufgebaut.
Unser Weg führte uns nun über verwurzelte Pfad aus dem Tal hinaus. Schon nach kurzer Zeit hatten wir einen ersten Blick auf die Wildenburg. Doch bevor wir diese erreichten, sollte nochmal ein Tal durchquert werden um dann über einen steilen aber sehr schönen Wanderpfad zu Wildenburg aufzusteigen. Diese tauchte, wie aus dem nichts plötzlich vor uns auf. Das gleichnamige Dorf besticht vor allem durch die wunderschönen Fachwerkhäuser, welche teilweise im Jahr 1600 gebaut wurden. Nachdem wir uns das kleine Dorf und die Kirche angeschaut hatten steuerten wir einen schönen Rastplatz mit traumhaften Blick auf die Wildenburg an. Anders als die meisten Burgen wurde die Wildenburg nicht zum Schloss umgebaut. Ein Teil des der Burg dient noch bis heute als Kirche – eine ungewöhnliche Kombination.
Nach einer kurzen Pause zur Stärkung ging es nun wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung. Es war eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderung mit zügigen Tempo. Nach einem kleinen Plausch verabschiedete der Wanderführer Guido Hendle die Teilnehmer*innen.
© Guido Hendle