Bei angenehmen und doch sommerlichen Temperaturen ging es zur Heideblüte rund um Schaven. Der Truppenübungsplatz war heute freigegeben und somit stand einer schönen Wanderung mit wenigen Höhenmeter nichts mehr im Wege. Der Wanderführer Guido Hendle berichtete zu Beginn über das wertvolle Naturreservoir in dem mehr als 300 verschiedene Tierarten ihre Heimat gefunden haben. Unser Weg führte uns zunächst durch lichte aber dennoch schattige Wälder. Bereits nach kurzer Zeit kamen wir zur offenen Landschaft mit blühender Heide. Unsere Augen erfreuten sich an scheinbar grenzenlosen Flächen mit Heide - der Zauber war entfacht. Eine Herde Schafe hatte hier vor kurzem noch das Gras "gemäht" und so wurden die Heidepflanzen besonders gut in Szene gesetzt. Am Wegesrand konnten wir außerdem noch einen alten Panzer entdecken.
Nun ging es teilweise über abenteuerliche Pfade zu den Katzensteinen. Die bis zu 15 Meter hohen markanten Buntsandsteinfelsen entstanden vor über 200 Millionen Jahren durch Wüsten- und Flussablagerungen. Im Schatten der Felsen befand sich einst ein Lagerplatz steinzeitlicher Jäger, später wurden sie von den Römern als Steinbruch genutzt. Das Kraxeln über die beeindruckenden Felsen machte den Teilnehmern große Freude. Der Wanderführer hielt hier noch eine Überraschung bereit. Über einen kurzen Gratweg verließen wir die imposanten Buntsandsteinfelsen.
Während der Pause einigte sich die kleine aber feine Gruppe darauf die Wanderung ein Stück zu verlängern. Somit gab es noch ein weiteres Highlight auf der heutigen Tour - spontane Ideen lohnen sich meistens. Nach einer kurzen Wanderung kamen wir so zur Burg Satzvey. Auch hier gab es einiges zu bestaunen. Neben einer schmiedeeiserne Äquatorial-Sonnenuhr gab es hier noch zahlreiche Kanonen aus alten Zeiten zu bestaunen. Natürlich war die Burg selbst ein interessantes Bauwerk um dem sich zahlreiche Anekdoten drehten. Der Wanderführer wusste einige spannende Geschichten rund um die Burg und die angehörige Kirche St. Pantaleon zu erzählen.
Der schöne Wandertag geht nun zu Ende. Eine Einkehr war nicht mehr gewünscht, da am Wegesrand allerlei Naschereien, wie leckere Brombeeren und süße Pflaumen für uns bereitstanden. Einmal mehr war es eine wunderschöne und abwechslungsreiche Wanderung mit vielen Highlights am Wegesrand.
© Guido Hendle